Hürden bei der Datenerfassung in industriellen Energieaudits

18. June 2020 von Giorgio Bonvicini
Hürden bei der Datenerfassung in industriellen Energieaudits

Das Projekt SO WHAT zielt darauf ab, die Kerndaten zu ermitteln, die für ein industrielles Energieaudit benötigt werden. Die wichtigsten Hindernisse bei der Datenerhebung werden hier vorgestellt und kurz diskutiert. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Hindernisse, die typischerweise in der Phase der Datenerhebung auftreten. In den nächsten Projektphasen werden Protokolle und Verfahren für die Erhebung der benötigten Daten entwickelt. Weitere Einzelheiten zu den Projektaktivitäten und allen öffentlich zugänglichen Ergebnissen sind auf der Projektwebsite verfügbar und werden dort regelmäßig aktualisiert. Die vollständige Analyse wird in SO WHAT Deliverable D1.4 vorgestellt. Das Haupthindernis für die Ausarbeitung von Datenerfassungsstrategien und -protokollen. Parallel dazu werden auch die Algorithmen für die SO WHAT-Software entwickelt: Weitere Einzelheiten zu den Projektaktivitäten sind verfügbar. und werden in der nächsten Phase des Projekts veröffentlicht, und - zusätzlich zu den Algorithmen sind auf der Projektwebsite verfügbar.


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Ein Energieaudit ist eines der effizientesten Werkzeuge für die Industrie, um ein besseres Verständnis der Energieströme innerhalb der Anlage zu erlangen, die Verbräuche mit Referenzwerten für den Sektor zu vergleichen und Möglichkeiten zur Verbesserung des Energieeffizienzniveaus zu identifizieren, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung von Abwärme und Abwärme/Kälte (WH/C).

 

 

 

Innerhalb des SO WAS Projektwird eine integrierte Software entwickelt und demonstriert, die Industrien und Energieversorger bei der Auswahl und Bewertung alternativer WKK-Nutzungstechnologien unterstützt, die den lokalen WKK-Bedarf auch unter Einbeziehung erneuerbarer Energiequellen (EE) kosteneffizient ausgleichen können.

 

 

 

Während der ersten Phasen des Projekts wurde eine Analyse durchgeführt, um die Kerndaten zu identifizieren, die für ein Energieaudit und speziell für das zu entwickelnde Tool benötigt werden. Dabei wurde die Erfahrung von RINA mit Energieaudits und Forschungsprojekten genutzt, sowie Daten von den Demonstratoren des SO WHAT-Projekts gesammelt.

 

 

 

Dieser Artikel konzentriert sich auf die Barrieren , die typischerweise in der Datenerfassungsphase eines industriellen Energieaudits auftreten; die vollständige Analyse wird in SO WHAT Deliverable D1.4 vorgestellt.

 

 

 

Die wichtigsten identifizierten Barrieren bei der Datenerhebung werden hier vorgestellt und kurz diskutiert:

 

  • Vertraulichkeitsaspekte, die die Bereitstellung von Dokumenten behindern, die innerhalb der Anlage oder des Unternehmens verfügbar sind; diese Barriere scheint ungerechtfertigt zu sein, wenn die Bedenken sich auf die Weitergabe von Informationen an Projektpartner - für die eine Vertraulichkeitsvereinbarung besteht - oder an einen Energieberater beziehen, dessen Aufgabe es ist, das Unternehmen bei energierelevanten Themen zu unterstützen, und der bei Bedarf bereit ist, eine Vertraulichkeitsvereinbarung zu unterzeichnen, die auf den Bedürfnissen des Kunden basiert;
  • detaillierte Daten, die nur für Kernprozesse und -maschinen verfügbar sind; diese Barriere erlaubt keine einheitlich detaillierte Analyse der Energieverbräuche und -eigenschaften z. B. für Hilfsdienste, die in der Regel diejenigen sind, die die wichtigsten Möglichkeiten für die Verwertung von Abwärme und Kälte bieten (z. B.: Economizer an Dampfkesseln, Wärmerückgewinnung aus der Kühlluft oder dem Wasser von Kompressoren, aus Kältemaschinen/Wärmepumpen usw.)
  • Mangel an überwachten Daten über Wärmeträger (Dampf, Heißwasser, Kaltwasser, heiße Gase und Flüssigkeiten usw.), was die Identifizierung möglicher Nutzer für die potenziell zurückgewonnene Abwärme und Kälte oder sogar potenzieller Möglichkeiten zur Abwärme- und Kälterückgewinnung behindert;
  • Mangel an detaillierten Informationen über die Gebäudeeigenschaften und den Wärme- und Kältebedarf, was die Abschätzung des Wärmebedarfs und damit - wie bei der vorherigen Barriere - die Identifizierung möglicher Nutzer für die potenziell zurückgewonnene Abwärme und Kälte erschwert;
  • nicht-standardisierte Verfügbarkeit von Dokumenten in verschiedenen Anlagen, was ein Hindernis für die Ausarbeitung von Datenerfassungsstrategien und -protokollen darstellt, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung in einem automatisierten Tool;
  • Nicht-standardisiertes Format der Informationen in den verschiedenen Anlagen, mit den gleichen Auswirkungen wie das vorherige Hindernis.

 

 

 

In den nächsten Projektphasen werden Protokolle und Prozeduren für die Sammlung der benötigten Daten entwickelt und - parallel dazu - die Algorithmen für die SO WHAT Software entwickelt: weitere Details zu den Projektaktivitäten und alle öffentlichen Ergebnisse sind auf der Projektwebsite verfügbar und werden regelmäßig aktualisiert.