Energie-Flexibilitäts-Initiative der Universität Stuttgart

12. November 2017 von Dusan Jakovljevic
Energie-Flexibilitäts-Initiative der Universität Stuttgart

Stefan Buettner ist Leiter des Bereichs Internationale Angelegenheiten und Strategie an der Universität Stuttgart. Er betont die Notwendigkeit, die Flexibilisierung der Energienachfrage in die Energiewende einzubeziehen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erforscht das EEP im SynErgie-Projekt Wege zu einer synchronisierten und energieadaptiven Produktionstechnologie zur flexiblen Anpassung von Fertigungsprozessen an ein volatiles Energieangebot. Die Flexibilitätspotenziale allein in der Aluminiumindustrie belaufen sich auf 13.200 MWh - das entspricht 1/3 der gesamten Pumpspeicherkapazität in Deutschland. Dies soll zeigen

Der Flexibilitätsappetit steigt mit der Unternehmensgröße und variiert stark zwischen den Branchen. Büttner: 3 von 4 Unternehmen in der Automobilbranche sehen Energieflexibilität bereits als zukunftsrelevant für ihr Unternehmen an. und die nachfrageseitige Sicht auf Energieflexibilität könnte grenz- und sprachübergreifend besser erforscht werden. die Energieeffizienz muss weiter erforscht werden.


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Bei der Herbstsitzung der UNECE-Expertengruppe für Energieeffizienz in Genf erläuterte Stefan M. Büttner, stellvertretender Vorsitzender der Gruppe und Leiter der Abteilung Energieeffizienz in der Produktion der Universität Stuttgart (EEP), den anwesenden Vertretern der Mitgliedsländer der Regionalkommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), Unternehmen und NGOs die Notwendigkeit, die Flexibilisierung der Energienachfrage in die Gleichung der Energiewende einzubeziehen.

"Mit der zunehmenden Volatilität des Angebots aufgrund eines steigenden Anteils erneuerbarer Energien im Mix ist es hinderlich, neben den Ambitionen zur Steigerung der Energieeffizienz auch Maßnahmen zur Energieflexibilisierung in Betracht zu ziehen", so Büttner. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erforscht das EEP im SynErgie-Projekt Wege zu einer synchronisierten und energieadaptiven Produktionstechnologie für die flexible Anpassung von Fertigungsprozessen an eine volatile Energieversorgung.

Gemeinsam mit mehr als 90 Partnern - davon 40 aus der Industrie - erforscht das SynErgie-Konsortium, welche Potenziale in welcher Form, wie oft und in welchen Branchen vorhanden sind. So sollen Flexibilitätspotenziale identifiziert werden, die technologisch machbar, wirtschaftlich und umsetzbar sind. Wir vom EEIP sind auf europäischer und globaler Ebene Unterstützer.

Herr Büttner führt weiter aus, dass "sich allein die Flexibilitätspotenziale in der Aluminiumindustrie auf 13.200 MWh summieren - das entspricht 1/3 der gesamten Pumpspeicherkapazität in Deutschland. Laut dem Energieeffizienz-Barometer der Industrie (#EEBarometer) steigt der Flexibilitätsappetit mit der Unternehmensgröße und variiert stark zwischen den Branchen des produzierenden Gewerbes."

Schon jetzt, so Büttner, "sehen 3 von 4 Unternehmen in der Automobilbranche Energieflexibilität als zukunftsrelevant für ihr Unternehmen an. Auch die Sicht der Nachfrageseite auf Energieflexibilität und Energieeffizienz muss über Länder- und Sprachgrenzen hinweg besser erforscht werden, weshalb wir heute die Gelegenheit nutzen, das#EE-Barometer für Unternehmen im russischen Sprachraum zu starten."

Die Aktivierung der Nachfrageseite und deren Unterstützung bei der Überwindung von Barrieren für Investitionen in Energieeffizienz spielte eine wesentliche Rolle in der Diskussion, in der EEPs EEFIG-Mitglied Herr Buettner dieErgebnisse des letzten #EEFIG-Treffens zur industriellen Energieeffizienz zusammenfasste, das EEP mitgestaltet hat. Zum Abschluss des zweitägigen Treffens der UNECE-Expertengruppe für Energieeffizienz (#UNECE GEEE) würdigte die Gruppe den begonnenen Austausch mit der EEFIG und freut sich auf die weitere Umsetzung des Arbeitsplans und das 9. Forum für Energie für nachhaltige Entwicklung in 2018.

Die Erschließung von Energieflexibilitätspotenzialen, um das Beste aus einem sich wandelnden Energiesystem zu machen (#SynErgie), in Zusammenarbeit mit der industriellen Nachfrageseite zu identifizieren, worauf es ankommt (#EEBarometer) und Lösungen für Herausforderungen auf technischer Ebene (#EEFIG) und in der Umsetzung zu finden, sind Themen des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP).

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