Pumpen

45% TCO - Industriepumpen kämpfen um Effizienz: Teil 2/4

02. Juni 2016 von Levis Gandeu
45% TCO - Industriepumpen kämpfen um Effizienz: Teil 2/4

Effizienzsteigerung: Fokus auf 2 Komponenten

In meinem ersten Pumpen-Beitrag " 45% TCO- Industriepumpen kämpfen um Effizienz " habe ichdas Thema zur Verbesserung der Energieeffizienz von Industriepumpen vorgestellt. Mein Ansatz basierte auf 2 Bausteinen: Energieeffizienz und Wartung. Dabei wurde deutlich, dass die anfängliche Auswahl von Pumpen viele physikalische sowie wirtschaftliche Anforderungen berücksichtigt und die Art und Weise, wie die Wartung durchgeführt wird, den Grad der Energieeffizienz bestimmt, den die Pumpe während des Betriebs erreichen wird. Doch bevor man sich auf die verschiedenen Wartungskonzepte stürzt, lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren, um zu prüfen, welches die wichtigsten Komponenten sind, auf die man sich konzentrieren sollte.

Was sind die wichtigsten Komponenten einer Pumpe?

Pumpen von rotierenden Maschinen setzen sich aus vielen Komponenten zusammen. Die Relevanz einer bestimmten Komponente wird sichtbar, wenn man die Auswirkung einer Fehlfunktion auf die Gesamtverfügbarkeit, oder anders ausgedrückt, auf den Gesamtwirkungsgrad der Pumpe vergleicht. Ich werde nicht alle vorhandenen Komponenten aufzählen. Ich möchte mich nur auf diejenigen konzentrieren, deren Fehlfunktionen am häufigsten für den Ausfall von Pumpen verantwortlich gemacht werden.

Nr. 1: Lager

Lager sind die Schlüsselkomponenten, die Teile der Maschine miteinander verbinden und sie in Bewegung setzen. Jedes Problem mit den Lagern führt zu Fehlausrichtung, Unwucht oder Reibung. Der Austausch von defekten Lagern verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß und Beschädigung sowie die Belastbarkeit und hohe Drehzahl von Pumpen. Außerdemkönnen Lager je nach Anwendungzwischen 30 und mehr als 50 Prozent des Reibungsmoments einsparen. Eine um 30 Grad kühlere Temperatur kann nicht nur zu einer längeren Fettgebrauchsdauer führen, sondern auch zu einer Verlängerung der Nachschmierintervalle.

Nr2: Schmierstoff

Wie bei jeder rotierenden Maschine müssen auch die inneren Teile einer Pumpe geschmiert werden - und diese Teile sind manchmal schwer zu erreichen. Der Punkt ist, dass schlechte Schmierung eine der Hauptursachen fürLagerausfälle ist. Es wird geschätzt, dass 36 Prozent davonauf schlechte Schmierung zurückzuführen sind. Angesichts der Schwierigkeit, die internen Teile von Pumpen zu erreichen, ist die Schmierung oft schlechter als sie sein sollte. Daher steigt das Risiko eines vorzeitigen Lagerausfalls. Um dieses Problem zu lösen, werden komplette automatische Schmiersysteme eingesetzt. Heutzutage sind automatische Schmiersysteme mit intelligenten Steuermodulen in Verbindung mit fortschrittlichen Sprühtechniken ausgestattet.

Zusammenfassend

Lager und Schmiermittel sind kritische Faktoren bei den Wartungsmethoden, die an Pumpensystemen durchgeführt werden. Seit mehreren Jahren werden verschiedene Wartungsmethoden empfohlen und optimiert, um maximale Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Ich habe einWartungsprogramm identifiziert, das heutzutage häufig angewendet wird und verschiedeneKonzepte umfasst, wie z. B.

  • vorausschauende Wartung,
  • proaktive Zuverlässigkeitswartung (PRM),
  • bedienergesteuerte Zuverlässigkeit (ODR)
  • reaktive Instandhaltung und
  • Grundursachenanalyse.

DieHauptaufgabe besteht immer darin, die potenzielle Verbesserungsmarge auf der Grundlage des Wartungskonzepts unter Berücksichtigung der Funktion der Hauptkomponenten und/oder des gesamten Pumpensystemsabzuschätzen. Oder anders gesagt, welches das beste Konzept für eine gegebene Situation ist. Im nächsten Beitrag werde ich amBeispiel desODR-Konzepts aufzeigen, was für die Umsetzung eines Instandhaltungskonzepts notwendig ist und welcheKriterien für die Abschätzung der potenziellen Verbesserungsmarge herangezogen werden können.

Bleiben Sie dran!

Quelle: worldpump journal


Über Levis Gandeu

Gandeu

Levis Gandeu ist Funktionsanalytiker bei Wordline Global und schreibt für EEIP als technischer Experte.